Werkstatt

DIE WIM BERN ALS WERKSTATT:

 

Schon seit ihrer Gründung versteht sich die WIM Bern nicht nur als Konzertveranstalter. Sie legt auch grossen Wert auf die Entwicklung der improvisatorischen Sprache und Fähigkeiten, sowie auf die Reflexion über Improvisation und zeitgenössische Musik und Kunst im Allgemeinen.

 

Die auf dieser Seite beschriebenen Aktivitäten ermöglichen diese Entwicklung und fördern den Kontakt und Austausch der WIM Bern im schweizerischen und internationalen Umfeld. Zudem erlauben sie weiteren Kreisen, im Zusammenspiel mit WIM-MusikerInnen die Möglichkeiten der Improvisation kennen zu lernen und in ihre eigene künstlerische Tätigkeit zu integrieren.

 

Die offene Werkstatt für improvisierte Musik findet im Prinzip jeden Dienstag von 20.00 bis 22.00 Uhr (ausser Sommerpause und Weihnachtsferien) im Musikkeller der Dampfzentrale statt (siehe DZ-Programm). Mangels Interesse sind jedoch zurzeit keine Daten vorgesehen.

 
Die Werkstatt steht allen Interessierten – egal ob Laien oder Professionellen - offen, um gemeinsam mit Instrument oder Stimme andere Spielhaltungen zu entdecken und ausprobieren. Die Werkstatt ist ein Treffpunkt für spontane musikalische Dialoge, unabhängig von definierten Stilen und herkömmlichen Schemen. Ein Klavier, ein Flügel und ein Schlagzeug sind vorhanden; andere Musikinstrumente müssen mitgebracht werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und der Eintritt ist frei. 

 

Die Werkstatt wird manchmal für gewisse Perioden auch von erfahrenen MusikerInnen geleitet. Bisherige LeiterInnen: Franz Aeschbacher, Ruedi Bühler, Hans Burgener, Lukas Frey, Teresa Hackel, Christian Kobi, Christine Moor, Margrit Rieben, Jürg Solothurnmann, Katharina Steinmann, Katharina Weber, Christian Wolfarth und Gérald Zbinden.

 

WORKSHOPS:

 

Jährlich findet ein 3-5-tägiger Workshop unter Leitung einer oder eines international bekannten Musikschaffenden statt. Bisherige LeiterInnen: Josep-Maria Balanya, Han Bennink, Pierre Favre, dieter Glawischnig, Joëlle Léandre, george Levis, MIchael Lytle, Lauren Newton, Maggie Nichols, Barre Phillips, Alex von Schlippenbach, Christoph Baumann. Der nächste Workshop findet im Jahr 2011 statt. Weitere Infos folgen.

 

IMPROSZENE:

 

Jährlich wird für 3-4 Tage eine Gruppe improvisierender MusikerInnen einer anderen europäischen Improvisationsszene nach Bern eingeladen. Im Zentrum stehen das Improvisieren in gemischten Gruppen, der Erfahrungsaustausch, sowie ein gemeinsames öffentliches Abschlusskonzert.  
Ziel: Begegnung, Kontakte schaffen, Vernetzung verschiedener Improvisationsszenen.  
Bisher eingeladene Gruppen: Amsterdam, Dresden, Freiburg im Breisgau, London, Paris, Toulouse, Wien, Wiesbaden.

 

 

IMPROVISIEREN AN SCHULEN:

 

Musikimprovisation kennen lernen und sich über deren breiten Nutzungsbereich ein Bild machen: Dies ist das Ziel eines Schulen-Projekts der WIM Bern.

 

Ziele:   

 

  • Der Kurs bietet eine Einführung in die improvisierte Musik und ihre Möglichkeiten.
  • Die SchülerInnen suchen neue, kreative Zugänge zur Musik. Dies regt sie zu einer weiteren Auseinandersetzung mit Musik an.
  • Mit musikalischen Spielen werden Kommunikation und Reaktion geübt.
  • Die SchülerInnen erleben ein selbstständiges, freies Musizieren.
  • Der Begriff Musik wird stark erweitert 

 Inhalte:

  • Improvisation als Kommunikation mit der Umgebung, sich und andere kennenlernen.
  • Aktives Hören als Voraussetzung zum Musizieren.
  • In die Musik Geräusche einbeziehen und mit Alltagsgegenständen musizieren (z.B. mit selbst angefertigten Instrumenten, elektronischen Geräten, Radios...)
  • Gruppenimprovisation
    • mit Dirigent/in
    • nach einer Geschichte / einem Erlebnis
    • nach selbst gemalten Bildern usw.

Ziel dieses Spiels ist es, sich auf ein Thema oder Bild einzulassen und das Aufeinanderhören und Reagieren zu üben. Das gemeinsame musikalische Erlebnis, Spass und Spiel stehen im Vordergrund.

 

  • Konzeptimprovisation (eine bereits fortgeschrittenere Stufe): Hier wird die Phantasie zum Entwickeln von Konzepten angeregt, so dass die SchülerInnen mit einfachen Mitteln ihre eigenen Kompositionen entwerfen können.

Erweiterung des Musikbegriffs: Wahrnehmen von Geräuschen aus der Umwelt und diese als mögliche Bestandteile der Musik erfahren. Mit musikgeschichtlichen Beispielen zeigen, wie Komponisten mit Geräuschen, Stille usw. gearbeitet haben (z.B. John Cage).

 

Zielgruppe: SchülerInnen aller Altersstufen, auch ohne Vorkenntnisse. Gruppengrösse: jeweils eine Schulklasse.

Dauer: 3 Lektionen.

Ort: Grosser Raum mit Klavier.

Kosten: CHF 300 für 3 Lektionen.

Leitung: Jeweils 1-2 MusikerInnen der WIM Bern (Ursina Knill / Katharina Steinmann/Christine Moor Nasser/ Luzia Scherrer)

 

Kontakt: Katharina Steinmann , Buchhaldenweg 1, CH-3052 Zollikofen Tel - 031 911 21 88.

 

 

WORCH

 

WORCH, ein experimentelles Orchester der WIM Bern, entstand im September 1999. Mit dem 1998 erhaltenen kantonalbernischen Grossen Musikpreis rief die WIM Bern als integratives Projekt WORCH - WimORCHestra - ins Leben. Diese Grossformation betrieb während über 3 Jahren musikalische Forschung unter der Leitung von Co Streiff und Tommy Meier, beides bekannte Persönlichkeiten der Zürcher Improvisations- und Jazzszene. Auf der Basis graphischer Kompositionen und Konzepten von Fred Frith, Co Streiff und Tommy Meier entstand eine vielschichtige, eigenartige Klangwelt, welche immer wieder an Naturereignisse erinnerte.

 

 

Herbert Grünig - Posaune

Hans Rindlisbacher - Posaune

Hans Anliker - Posaune


Jürg Solothurnmann - Alt- & Sopransaxophon

Tommy Meier - Tenor- & Sopransaxophon, Pipe

Co Streiff - Alt- & Sopransaxophon

Markus Jaeggi - Elektrische Gitarre

Christoph Zimmermann - Elektrische und akustische Gitarre

Sylvia Gwerder - Klavier

Gabriela Friedli - Klavier, Hammondorgel

Marianne Anliker - E-Bass

Markus Lauterburg - Schlagzeug, Percussion 

Benjamin Schärer - Schlagzeug, Percussion